Kanada / Alaska - Bärenjagd im hohen Norden

Victoria

Von Tofino aus fahren wir über den HWY #4 und #19 nach Victoria. Die Stadt kann ihre englische Vergangenheit nicht leugnen. Viele alte Häuser um 1890 sind im viktorianischen Stil gebaut und die Teezeit wird laut Reiseführer intensiver zelebriert als in England selbst. Wir schauen uns den Hafen an, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf das Parlaments-gebäude hat. Nachts erstrahlt das Gebäude wie ein Tannenbaum zur Weihnachtszeit – kitschig, aber irgendwie trotzdem schön. Wir kaufen noch das ein oder andere Souvenir und schlendern die gemütlichen Einkaufsstrassen rauf und runter. Leider rennt uns die Zeit hier in Kanada davon und schon sind unsere 3,5 Wochen Urlaub fast zu Ende. Nachher geht es mit der Fähre zurück nach Vancouver und morgen um 8 Uhr über Toronto in die Heimat. Touchdown Deutschland wird dann Samstag in den frühen Morgenstunde sein. Kanada ist eine Reise wert. Der Kontrast zu unserem letzten Urlaub in Japan konnte kaum grösser sein. Wir hoffen,...

Whale Watching

Nachdem wir unsere geschundenen Körper aus dem Zelt schälen und das Lieschen Zelten ohne Luftmatratze zum “no go” erklärt, geht es auf dem HWY #4 nach Tofino – einem kleinen Ort, welcher vor allem wegen guter Surfspots und dem Whale Watching beliebt ist. Da das Wetter überhaupt nicht nach Sonne aussieht, sondern alles wolken- und nebelverhangen ist, buchen wir uns eine Cabin kurz vor Tofino – diesmal mit Blick auf’s Meer. Der Besitzer empfiehlt uns einen Touranbieter für’s Wale  schauen. Einen Anruf später haben wir eine Reservierung für 15:30. Bevor der Trip los geht, fahren wir  in den Ort und essen die leckersten Fish&Chips der Welt (da kommen noch nicht mal die Kibbelings aus Holland mit) und laufen ein wenig durch den Ort. Pünktlich zum Whale Watching kommen dann die ersten Fetzen blauen Himmels raus und in nicht mal einer halben Stunde ist der Himmel komplett blau – supi, so muss das sein. Kurze Zeit später sitzen wir mit acht weiteren Leuten...

Vancouver Island

Nach einem leckeren Pan Cake Frühstück für mich und Spiegeleier für’s Lieschen gehts mit dem Taxi zum National Auto Vermieter. Im Gegensatz zu Whitehorse, wo es eine halbe Ewigkeit gedauert hat bis wir den Wagen hatten, sitzen wir wenig später in unserem schwarzen PT Cruiser und cruisen nach Horseshoe Bay. Die Fährfahrt dauert gut 2,5h und bei schönstem Wetter rollen wir in Nanaimo auf die Insel. Da es erst kurz nach zwei ist, beschliessen wir uns noch das ein oder andere Highlight anzuschauen und uns dann eine Bleibe für die Nacht zu suchen. Recht schnell verlassen wir den überlaufenen Highway #19 und fahren auf dem ruhigeren Highway #4 Richtung Westen. Nach einer kurzen Stärkung an einer Tanke halten wir zuerst an den Englishman River Falls. Die Wasserfälle sind zwar nicht so spektakulär, wie die Takakkwaw-Falls im Yoho Nationalpark, aber dennoch einen Stop wert. Anschliessend fahren wir weiter. Der Kracher des Tages ist dann die Cathedral Grove. In dem Waldgebiet...

Vancouver Downtown

Nachdem wir die Nacht trotz Pommesgeruch gut überstanden haben, frühstücken wir in unserer, der Bleibe angeschlossenen Bar. Anschliessend geht es zur False Creek Bay, von der man einen grandiosen Ausblick auf die Skyline hat. Wir checken den Weg vorsichtshalber bei Tageslicht, da wir am Abend noch einmal wiederkommen wollen und keine Lust haben, mitten in der Nacht durch ein zwielichtiges Viertel zu marschieren. Danach laufen wir quer durch Downtown zum Vancouver Tower. Der Blick auf die Stadt von oben ist beeindruckend. Vom Tower sind es nur ein paar Geh-Minuten zum Bahnhof. Am Automaten ziehen wir uns einen Day-Pass, mit dem wir sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel einen Tag lang nutzen können. Als erstes geht es mit dem Bus zum Stanley Park. Der Park ist die grüne Lunge der Stadt. Neben vielen grandiosen Ausblicken auf die Stadt, gibt es noch einige Totem-Pfähle der First Nation zu bewundern. Anschliessend gehts mit dem Bus zurück nach Downtown, wo wir uns mit einem...

Ab nach Vancouver

Gregory hatte uns am Vorabend den Shuttle-Bus für 6:30 bestellt. Pünktlich zur selbigen Zeit stehen wir abfahrbereit bei ihm in der Küche, aber kein Shuttle-Bus weit und breit. Wir warten noch bis 6:50 und bekommen langsam die Panik – immerhin geht unser Flieger geht um 8:00. Zum Glück liegt bei Gregory noch ein Info-Heftchen von Whitehorse in der Küche und wir rufen kurzerhand den nächsten Taxi-Service an, der unglaubliche drei Minuten später vor der Tür steht. Der Fahrer drückt ordentlich auf die Tube und um kurz nach sieben stehen wir am Check-In Schalter von Air North. Die 2,5 Stunden Flug vergehen recht schnell und so stehen wir auch kurze Zeit später am Gepäckband und warten auf unsere beiden Rucksäcke und den Trolly. Die Rucksäcke kommen auch schnell – nur wo bleibt der Trolly ? Die Massen an Reisenden lichtet sich und wir und noch ein paar andere suchen vergebens nach dem Gepäck. Zum Glück holpern sie dann doch zum Schluss auf das Gepäckband. Vom Flughafen...

Dempster Highway

Mittwoch morgen, die Sonne lugt durch die Wolken und wir checken aus. Dawson City liegt schnell hinter uns und die nächsten 42 km geht es noch auf Teer bis zur Dempster Junction. Danach fahren wir auf den Dempster Highway, welcher sich immer Richtung Norden, bis hinauf nach Inuvik zieht. Mit dem guten Teerbelag ist es nach sechs weiteren Kilometern vorbei und wir schlingern uns mit unserer noch weissen Rakete dem Tombstone Nationalpark entgegen. Mal können wir auf dem gut festgefahrenen Schotter 80km/h fahren, mal rutschen wir auf matschigen Abschnitten bedeutet langsamer vorwärts. Nach knapp 60 km erreichen wir den Nationalpark und da der Nebel noch tief im Tal liegt, können wir nur ab und an einen Blick auf die jetzt im Herbst bunt verfärbte Tundra werfen – es ist atemberaubend. Am Wegesrand sehen wir noch ein lustiges rebhuhnähnliches Volgelgetier. Wir fahren weiter durch den Park und das Wetter reisst immer mehr auf und gibt den Blick auf eine unglaubliche Kulisse...

Goldrausch

Da Dawson City ein interessantes Städtchen zu sein scheint und wir auch noch mal eine Reisepause gebrauchen könne, haben wir unsere Cabin direkt für zwei Nächte gebucht (ist gemühtlicher als es aussieht, es zieht nur mässig) So haben wir den ganzen Tag Zeit. Das ist auch gut, denn neben dem wirklich sehr informativen Museum gibt es zig Gebäude von 1900 als hier der grosse Goldrausch begann. 1897 lebten hier ca. 1500 – im Jahr darauf schon 60.000. Heute sind es noch ca. 1800 Einwohner. Doch es wird immer noch fleissig geschürft. Die fetten Jahre sind aber wohl vorbei. Auch wir haben keine Gold Nuggets mehr gefunden. Trotzdem wurde in den letzten 100 Jahren Gold im Wert von über 1.3 Milliarden kanadischen Dollern...

Top of the World

Als wir auschecken wollen, wundern wir uns ein wenig, denn obwohl unsere Uhr 8:30 anzeigt und es somit mit  Zeitverschiebung schon 9:30 sein müsste, ist das Büro, das um 8:00 aufmacht, noch geschlossen. Wir werfen den Schlüssel in den Briefkasten und fahren Tanken. An der Tankstelle das selbe Phänomen. Wir müssen da etwas grundsätzlich missverstanden haben. Denn kaum zeigt unsere Uhr 9:00 an, machen plötzlich alle auf. Wir schlendern durch Tok’s Giftshops und finden dabei einen Magneten für die Küchenwand, der so doof ist, das er schon wieder cool ist. Als wir auf den Taylor Highway fahren, sehen wir vor lauter Nebel nichts. In kleinen Nebelfreien Abschnitten kann man das Ausmass des letzten Waldbrandes von 2005 erkennen. Über eine Strecke von ca. 100 Meilen verbrannte Bäume. Irgendwann erreichen wir Chicken Downtown – ähnlich wie Oodnadata im australischen Outback, besteht dieser ulkige Ort aus Shop, Tanke, Bar, Klo und natürlich dem Eintrag auf der Landkarte. Wir...

Meilen statt Kilometer

Trotz vollgefutterten Currybäuche schlafen wir in unserer kleinen Cabin wie die Murmeltiere. Nach dem Duschen folgt das Frühstück, das wir in der gegenüberliegenden Bäckerrei ein- kaufen. Schliesslich setzen wir uns in unsere Rakete und düsen los – nichts ahnend was das für ein langer Tag werden wird. Zunächst machen wir Halt am Soldier Summit -  einen kleinen Trail, auf dem Infotafeln die Geschichte des Alaska Highway Baus erzählen. Ausserdem hat man von der Anhöhe aus einen schönen Blick auf den Kluane Lake. Schade, das der Himmel wolkenverhangen ist. Ein paar Kilometer weiter besichtigen wir das Ghosttown Silver City. Eher mehr als weniger verfallene Hütten aus dem frühen 19. Jahrhundert laden zum Fotografieren ein. Leider gibt es diesmal keine Infotafeln – wäre bestimmt interessant gewesen, zu erfahren, wer da wohl wo gewohnt hat und wem das Auto gehörte. Für den Rest des Tages fahren wir und fahren und fahren. Die Umgebung wäre sicherlich der Kracher,...

Alaska Highway

Das Four Seasons kann sich mit Glens Unterkunft nicht messen, aber wer kann das schon? Es ist aber sehr gemütlich, sauber – Gregory ist super nett, der Hund sehr putzig und das Früh- stück schmeckt auch Trotzdem müssen wir uns schon früh wieder verabschieden, denn wir haben noch viel vor. Der Norcan Car Rental Pickup pickt uns direkt vor der Haustür ab und bringt uns to the store. The whole Sache gestaltet sich a bit schwiergig, aber gefühlte Stunden später sitzen wir in unserem weissen Lexus Alero. Weil wir noch gerne eine Gaskartusche für unseren Kocher hätten, machen wir halt am kanadischen OBI – der hier Canadian Tires heisst. Gas hat es hier zwar nicht für uns, aber günstige Regenhosen … ja, das Wetter hat es sich schon wieder anders überlegt. Von 31 °C in Calgary sind noch ca. 16°C übrig geblieben. Endlich geht es ab auf den Alaska Highway. Vor knapp vier Jahren noch mit el Oz die Pan Americana Sur gefahren und jetzt im hohen Norden – Pan Americana auf...
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